Viele Zeichner oder Autoren steigen mit der Bemerkung ein, sie seien kreativ gewesen, seitdem sie einen Stift in den Händen halten konnten. Nun, irgendwie stimmt das auch bei mir. Wobei die meisten Frühwerke eher im “Veredeln” von Asterix-Bänden bestanden. Die ersten eigenständigen Arbeiten waren dann auf den leeren Rändern der Reclam-Hefte im Deutschunterricht weithin sichtbar …

Geboren wurde ich 1967, und mein Glück war eine Mutter, die selbst mit Comics groß geworden ist (was für ein Mädchen in den 1950er Jahren nun wirklich nicht selbstverständlich war!). Comics haben meinen Stil und meine Ausrichtung daher auch von Anfang an geprägt. Und das ist bis heute von Funny über Superhelden bis hin zu Mangas und francobelgischen Abenteuercomis eine große Bandbreite geblieben.
Trotzdem habe ich mich selbst erst spät an einen eigenen Comic herangewagt. Illustrationen oder Cover waren irgendwie “ungefährlicher” und, ich muss ehrlich sein, weniger Arbeit.

Bei meiner ersten Arbeit 1989, “Ray D.”, habe ich dann auch prompt eine Abkehr von meinen filigranen Strichen der Illustrationen vorgenommen und bin mit einem skizzenhaften Stil an die Arbeit herangegangen. Zum ersten Teil folgte 1990 ein zweiter.
Ein kleiner Vierseiter folgte, “Elegie”, dann mit “November” ein schöner bissiger Comic, den ich immer noch gerne fortsetzen möchte. 1992 erschien dann mit “Tales of Mystery” ein Band, in dem ich fünf Kurzgeschichten meines alten Freundes Martin Clauß in Comics umsetzte und bemüht war, für jede Geschichte auch einen etwas anderen grafischen Stil zu finden.
1993 erschien mit “Jenes Licht, das man sucht” meine eigene Herangehensweise an “graphic novels”, um Text und Grafik mal etwas anders umzusetzen.

In dieser Zeit kam mir 1991 dann die Idee eines sprechenden Steines und seines Freundes. Aber bis zu dessen Umsetzung sollte es noch 20 Jahre dauern …

1995-1998 erschien dann mit Talon 1-9 und der Nullnummer meine Dschungelserie im Piccoloformat im Verlag Peter Hopf. Danach habe ich zwischen Studium und Job nie wieder die Zeit gefunden, mich wirklich hinter einen Comic zu klemmen. Selbst an “Stein & Heinrich” habe ich seit 2007 herumprobiert, bis ich mich 2011 endlich hingesetzt habe und einfach mal drauflos gezeichnet habe.

Irgendwie immer der beste Ansatz … :)