1991 war ich 24 Jahre alt. Ein gutes Alter, um Flausen und Erfahrungen zu mischen.

Das war auch die Zeit, in der ich die alten SCHWERMETALL gelesen habe, und in denen bin ich an den One-Pagern von Jeff Jones hängen geblieben, Idyl. Ein wundervoll gezeichneter Comic mit dem surrealen Touch, dass eine junge, üppige Frau mit der gesamten Natur spricht.

Ich dachte mir, sie könnte doch auch mit einem Stein sprechen, und sofort hatte ich einen Titel im Kopf, Stone and Henry.
Der englische Titel blieb ein paar Minuten, als ich ihn aus einer Laune heraus ins Deutsche übersetzte und plötzlich hatte ich “Stein & Heinrich”. Die beiden “ei” hatten es mir sofort angetan, und so blieb es bei der deutschen Fassung.

Zuerst hatte ich vor, den Strip umzusetzen wie Idyl, illustrativ und ganzseitig (etwas, was ich heute noch gerne machen möchte).
Schon bei den ersten Gags habe ich aber gemerkt, dass die Idee eher in Richtung Comic Strip und Funny tendiert. Und da begann die Schwierigkeit. Mein Zeichenstil ist seit je her ernst, dunkel. Da passte ein Cartoonstil so gar nicht ins Konzept.

Und so blieb die Idee liegen, obwohl ich immer Lust dazu hatte, sie umzusetzen.
Erst seit etwa 2007 habe ich mich ernsthafter an die Arbeit gemacht und doch mal mit ein paar Skizzen versucht, “lustig” zu zeichnen. Und war frustriert. Stein war einfach, aber für Heinrich fand ich keinen Strich. Ich wusste nicht, wie er aussehen sollte. Also wurde die Idee wieder auf Eis gelegt.

Pfingsten 2011 schließlich wollte ich den Impuls nicht  mehr unterdrücken, und so habe ich mich wieder hingesetzt und an Heinrich herumgebastelt. Und plötzlich hatte ich die Linien. Ich wusste endlich, wie er aussehen sollte! Ich hatte das Größenverhältnis zwischen Stein und ihm (was bei den beengten Panels im Comic Strip nicht unwichtig ist!), also hielt mich nichts mehr davon ab, endlich anzufangen.

Also habe ich angefangen. Der Stein kam ins Rollen … ;)